Frequently asked questions

 

 

Ziele und Zielgruppe

An wen richtet sich Szenenwechsel?
Angesprochen sind Theater und freie Theatergruppen aus den Bereichen Schauspiel, Tanz, Musiktheater, Puppentheater und Performance aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Gleichermaßen richtet sich Szenenwechsel an Theater, freie Theatergruppen und Künstler in den Ländern Osteuropas und Nordafrikas, die gemeinsam mit einem Theater im deutschsprachigen Raum ein Kooperationsprojekt durchführen möchten. Den Förderantrag können aus Gründen der Gemeinnützigkeit nur die Theater im deutschsprachigen Raum stellen; die Theater aus den anderen Ländern arbeiten mit diesen als Kooperationspartner zusammen.
Welche Ziele verfolgt das Förderprogramm?
  • Anbahnung und Entwicklung internationaler Kooperationsvorhaben zwischen deutschsprachigen Theatern und Partnern aus Osteuropa oder Nordafrika
  • Aufbau nachhaltiger Kontakte durch die gemeinsame Projektarbeit
  • persönliche Begegnung und intensiver interkultureller Austausch der Partner
  • Sichtbarkeit und Öffentlichkeit des Projektes in beiden Ländern
Welche Sparten werden gefördert?
Im Rahmen des Förderprogramms können alle Bereiche der Darstellenden Künste gefördert werden: Schauspiel, Tanz, Musiktheater, Figuren- und Puppentheater sowie Performance.
Aus welchen Ländern Osteuropas können die Kooperationspartner kommen?
Gefördert werden können Kooperationen mit Partnern aus: Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus (Weißrussland), Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Georgien, Kasachstan, Kosovo, Kroatien, Kirgisistan, Lettland, Litauen, Mazedonien, Mongolei, Montenegro, Polen, Republik Moldau, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tadschikistan, Turkmenistan, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Usbekistan.
Aus welchen Ländern Nordafrikas können die Kooperationspartner kommen?
Gefördert werden können Kooperationen mit Partnern aus: Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien.

Fragen zum Kooperationspartner

Dürfen die Partner im Vorfeld zusammengearbeitet haben?
Eine bereits erfolgte Zusammenarbeit schließt eine Förderung nicht aus. Die bestehenden Partnerschaften sollen jedoch dahingehend vertieft werden, neue Ansätze in der Arbeit zu entwickeln und nicht darin, bereits begonnene Projekte weiterzuführen.
Wie lange darf das Projekt dauern?
Das Projekt kann sich über den Zeitraum von zwei Jahren erstrecken und sollte mit Projektende in eine öffentliche Präsentation münden.  
Wie muss die Zusage des Kooperationspartners aussehen?
Zur Antragstellung sollte eine schriftliche Zusage des Kooperationspartners vorliegen. Die Zusage kann in Form eines Letter of Intent erfolgen, in dem die folgenden Punkte festgehalten werden: Inhalt und Arbeitstitel des Projekts, die jeweilige Beteiligung an den Finanzen und kurze Angaben zu den Rechten und Pflichten der Partner. Dieser kann in den Sprachen Deutsch, Englisch oder Französisch erfolgen, ggf. bedarf es einer Übersetzung.
Können auch Kooperationen mit drei Partnerländern gefördert werden?
Nein. Die Förderung durch Szenenwechsel zielt darauf ab, Partnerschaften zwischen zwei Theatern oder Theatergruppen anzuregen und aufzubauen. Im Rahmen multinationaler Projekte kann jedoch eine bilaterale Förderung erfolgen.

Fragen zur Förderung

Wie wird die Anbahnungsphase definiert?
Unter ‚Anbahnungsphase' verstehen wir einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten, der der konkreten Projektarbeit vorausgeht. In diesem Zeitraum soll die erste Projekt- oder Inszenierungsidee konkretisiert und in gegenseitigen Treffen mit dem potentiellen Kooperationspartner weiterentwickelt werden. Eine Anbahnungsphase bietet sich vor allem an, wenn die Projektpartner noch nicht zusammengearbeitet haben und sich näher kennenlernen wollen, oder die Festlegung auf einen Parter noch nicht erfolgt ist. Bei einer Antragstellung mit Anbahnungsphase ist die Nennung potentieller Kooperationspartner notwendig. Für die Anbahnungsphase können lediglich Reisekosten bis zu einer Höhe von 3.000 € beantragt werden, die später als Teil der Gesamtkosten des Projekts angerechnet werden. Nach Abschluss der Anbahnungsphase erwartet das Internationale Theaterinstitut eine Konkretisierung des Konzepts, des Kosten- und Finanzierungsplans sowie einen aktuellen Zeitplan.
Wie konkret soll die Anbahnungsphase geschildert werden?
Die erste Konzeptidee sollte die wesentlichen Ansätze Ihres Projektes bereits beschreiben und folgende Fragen berücksichtigen:
  • Was haben Sie vor?
  • Welche Ziele möchten Sie erreichen?
  • Wie soll die gemeinsame Zusammenarbeit aussehen?
Sind personenbezogene Honorare förderfähig?
Es können Honorare für die Übersetzung, Inszenierungs- und Probenarbeit beantragt werden. Insbesondere dient Szenenwechsel auch der Förderung von Kosten, die für die Reise ins Partnerland und Unterkunft anfallen.
Welche formalen Gründe schließen eine Förderung aus?
  • der Förderantrag geht nicht fristgerecht oder unvollständig in der Online-Bewerberdatenbank ein
  • die Förderrichtlinien treffen auf das Projekt nicht zu
  • der Projektbeginn liegt vor der Entscheidung der Jury
  • Antragsteller ist eine Einzelperson
  • das/die antragstellende Theater/Theatergruppe hat den Sitz nicht im deutschsprachigen Raum
Was kann nicht gefördert werden?
  • bereits erarbeitete und begonnene Projekte
  • Premieren
  • Gastspiele
  • Soloabende
  • reine Netzwerktreffen
  • Festivals
  • Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit

Antragstellung

Kann man einen weiteren Antrag stellen, wenn es bei der ersten Runde nicht geklappt hat?
Ja. Nach einer Absage kann ein neuer Antrag gestellt werden.  
Wie erfolgt die Antragstellung?
Die Antragstellung ist ausschließlich online und über das Bewerberportal auf www.szenenwechsel.org vorzunehmen.
Bis wann kann ein Förderantrag gestellt werden?
Anträge können jährlich bis zum 15. Februar gestellt werden.
Kann die Antragstellung aus einem der Partnerländer Osteuropas oder Nordafrikas erfolgen?
Nein. Ein Antrag kann nur von einem Theater oder einer Freien Theatergruppe aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich oder der Schweiz) gestellt werden.
Wer kann einen Antrag stellen?
Anträge von Privatpersonen können nicht berücksichtigt werden. Die antragstellende Einrichtung bzw. der Antragsteller muss über eine gültige Rechtsform verfügen, die im Antrag in schriftlicher Form nachgewiesen wird. Bei Freien Gruppen ist auch ein GbR-Vertrag akzeptabel. Allerdings ist eine mündliche Vereinbarung nicht ausreichend, es bedarf eines schriftlich und notariell festgehaltenen Vertrags. Bei einer Freien Gruppe in Zusammenarbeit mit einer Institution kann diese als Träger den Antrag für die Gruppe stellen.
Ist eine Antragstellung auf Englisch möglich?
Ja, die Antragstellung kann auf Englisch erfolgen.
Wann darf man mit dem Projekt beginnen?
Das Projekt sowie Verträge und Ausgaben dürfen erst nach der Zusendung der schriftlichen Förderzusage erfolgen. Andernfalls ist eine Förderung ausgeschlossen.
Darf das Projekt auch von anderer Seite Förderung erhalten?
Es gibt keine Beschränkungen hinsichtlich der Kombination einer Förderung durch Szenenwechsel mit anderen Fördermitteln.

Fragen zum Kosten- und Finanzierungsplan

Wie sollte der Kosten- und Finanzierungsplan aussehen?
In Ihrer Kostenkalkulation sollten Sie die Ausgaben und Einnahmen übersichtlich und klar je nach Posten zusammenstellen. Dabei sind die über Szenenwechsel beantragten Kosten klar auszuweisen und der jeweiligen Projektphase zuzuordnen. Alle Ihnen zur Verfügung stehenden Eigen- oder Drittmittel müssen angegeben werden (ggf. mit schriftlicher Bestätigung). Auf unserer Website finden Sie unter Antrag eine Vorlage für einen Kosten- und Finanzierungsplan sowie Hinweise zur Erstellung, die Ihnen als Orientierung dienen können.
Was ist mit Eigenmitteln und Drittmitteln gemeint?
Die Angaben zur Förderung durch Dritte und der Nachweis von Eigenmitteln wirken sich positiv auf die Beurteilung des Antrags aus. Unter Eigenmitteln sollte man Kosten angeben, die praktisch entstehen würden, aber durch eigene finanzielle Mittel, technische Ausstattung, Räume, Personal, Büromittel, u.a. gedeckt werden können. Eine Eigenbeteiligung in Form von baren Mitteln oder Eigenleistung ist erwünscht. Drittmittel kommen von weiteren Geldgebern neben dem Antragsteller und der Robert Bosch Stiftung. Die Gewinnung weiterer Geldgeber ist willkommen. Wenn der Anteil von Drittmitteln oder Eigenmitteln zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht feststeht, sollten entsprechende Bemühungen auf einem gesonderten Blatt der Bewerbung hinzugefügt werden.
Wie muss der Zeitplan aussehen?
Im Zeitplan sollten die einzelnen Etappen des Projektes aufgelistet werden. Die Zusammenarbeit sollte in ihrer Kontinuität und Verbindlichkeit über den Zeitraum der Projekterarbeitung und -umsetzung ersichtlich sein.
Wer erstellt die Spielstättenbescheinigung und wie sollte sie aussehen?
Die Spielstättenbescheinigung wird in der Regel vom Theater oder Freien Theater ausgestellt, in dem das Projekt erarbeitet und öffentlich präsentiert wird. Neben Angaben zum Haus sollte hier der Zeitpunkt vermerkt werden, an dem die Aufführung stattfindet.
Wer entscheidet über die Bewilligung eines Förderprojekts?
Die Robert Bosch Stiftung und das Internationale Theaterinstitut haben eine unabhängige Jury berufen.
Wann und wie erfolgt der Bescheid der Jury?
Die Jury tagt Mitte April, so dass voraussichtlich bis Anfang Juni die Benachrichtigungen über eine Förderzusage erfolgen.
Besteht die Möglichkeit eines vorgezogenen Projektbeginns?
Nein. Sie erhalten kurz nach der Jurysitzung eine Rückmeldung, wenn Ihr Projekt für die Förderung ausgewählt wurde. Dann können Sie mit der konkreten Planung beginnen, sollten aber beachten, dass erst Kosten anfallen, wenn der schriftliche Bewilligungsbescheid vorliegt.

Fragen zur online Bewerberdatenbank

Wie kann ich einen Zugang zum Bewerberportal beantragen?
Der Zugang zum Portal erfolgt über ein persönliches Benutzerkonto, das Sie beim Bewerberportal anfordern können. Dazu registrieren Sie sich auf der Seite über den Menüpunkt “Zugang beantragen” mit Ihrer E-Mail-Adresse. Nachdem Sie sich erfolgreich angemeldet haben, muss Ihr Benutzerkonto einmalig aktiviert werden.
Wo finde ich das aktuelle Antragsformular zu Szenenwechsel?
Das Antragsformular findet sich im Bewerberportal der Robert Bosch Stiftung in der rechten Navigationsleiste unter 'Ausschreibungen Szenenwechsel'. Bitte lesen Sie sich alle Informationen durch, bevor Sie mit der Antragstellung beginnen. Sie können Ihren Antrag jederzeit speichern und bis zum Bearbeitungsschluss der Ausschreibung noch ergänzen.
Was ist bei der Antragstellung zu beachten?
Wenn Sie sich in das Bewerberportal eingeloggt haben, denken Sie bitte daran in regelmäßigen Schritten Ihre Eingaben zu speichern, damit Ihre Daten nicht verloren gehen. Das Speichern können Sie über „Daten prüfen“ oder „Seiten wechseln“ vornehmen. Bitte beachten Sie, dass Sie nach 30 Minuten ohne Interaktion mit dem Server vom System aus Sicherheitsgründen ausgeloggt werden.
Es gibt Probleme beim Hochladen der Dokumente, was ist zu tun?
In der Online-Bewerberdatenbank kann jeweils immer nur ein Dokument je angefordertes Formular hochgeladen werden. Am besten wählen Sie dafür ein PDF-Format und fügen gegebenenfalls mehrere Dokumente zusammen. Die Länge der Video-Dateien sollte fünf Minuten nicht überschreiten. Sollen mehrere Videos hochgeladen werden, ist ein Zusammenschnitt dieser vorzunehmen, um die Länge einhalten zu können.

Sonstige Fragen

Wer ist Ansprechpartner für Fragen?
Wenn Sie einen Förderantrag stellen möchten, bitten wir Sie, sich vorher über die Förderrichtlinien zu informieren. Internationales Theaterinstitut e.V. (ITI) Mariannenplatz 2 10997 Berlin Sigrid Hilmer E-Mail : s.hilmer@iti-germany.de Telefon +49 (30) 611 07 65 14